Unsere Stationen

Unsere Verkehrsstationen sind mehr als nur ein Haltepunkt, mehr als ein Gebäude oder eine Wartehalle.

Die Südostbayernbahn betreibt derzeit 79 Verkehrsstationen des Nahverkehrs. Seit der Gründung der Südostbayernbahn sind damit vier neue Bahnhöfe hinzugekommen. Die Bandbreite der Stationen reicht dabei beispielsweise vom kleinen Bedarfshaltepunkt Neustift, mit nur wenigen Nutzern am Tag, bis hin zu unserem zentral im Netz gelegenen Bahnhof Mühldorf, der täglich von rund zehntausend Reisenden frequentiert wird.

Bei der Stations- und Umfeldentwicklung kooperieren wir bereits erfolgreich mit Städten und Kommunen sowie den unterschiedlichen Eigentümern der Empfangsgebäude und Grundstücke. Beispiel hierfür ist die gelungene Sanierung des Bahnhofsvorplatzes in Altötting durch dortige die Stadt. Der Bahnhofsvorplatz entsprach nicht mehr den heutigen Nutzungsanforderungen und war dringend sanierungsbedürftig. Stadt und Bahn setzten sich im Jahre 2004 an einen Tisch und suchten nach einer für beide Seiten tragbaren Lösung. Diese wurde in kürzester Zeit gefunden: Die Stadt übernahm die Planung und den Bau des Bahnhofsvorplatzes, die Bahn gestattete den Bau auf dem Grundstück kostenfrei und ergänzte den Bahnhof mit einer neuen Behindertentoilette. So konnte noch im Herbst 2004 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Fertigstellung und Einweihung erfolgte im Sommer 2005 mit zahlreichen prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Modernisierung der Bahnhöfe in der Region

Viele Verkehrsstationen im Bereich der Südostbayernbahn erfüllen heute nicht mehr die Anforderung an moderne Bahnhöfe. Manche Bahnsteige dieser Stationen stammen noch aus den 30er Jahren. Insofern wäre eine umfassende Sanierung notwendig. Doch in Zeiten der Mittelknappheit der öffentlichen Hand sind kostensparende und unkonventionelle Lösungen gefragt. Die Südostbayernbahn verfolgt dabei unterschiedliche Strategien: An neuen Stationen sowie Bahnhöfen mit hohem Reisendenaufkommen sollen bis zum Jahr 2010 mit einem Mittelaufwand von rund 8 Millionen Euro die Bahnsteige auf die Standard-Höhe von 55 Zentimeter angepasst werden. Auch werden diese Stationen behindertengerecht ausgestattet.

Die übrigen Stationen werden im Rahmen der planmäßigen Instandhaltung modernisiert. Im Jahr 2005 wurden hierfür rund 430.000 Euro aufgewendet. So wurden zum Beispiel bei den Bahnhöfen Laufen, Fridolfing, Tittmoning-Wiesmühl, Kirchweidach, Hebertsfelden, Waging, Rohrbach und Heiligenstatt die Bahnsteige sowie die Bahnsteigbeleuchtungen saniert und das Bahnhofsumfeld gärtnerisch ansehnlich gestaltet. Auch diese Modernisierungsmaßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen. Besonders erwähnenswert sind die Bahnsteiggrundsanierung in Kirchweidach sowie Heiligenstatt (Wiederinbetriebnahme), hier haben u.a. die örtlichen Kommunen erhebliche Eigenanteilen geleistet und so den Betrieb der Stationen gesichert.

Neue Haltestellen

Auch 2005 konnten wieder neue Haltestellen in Betrieb genommen werden. Mit einem kleinen Festakt wurde die neue Verkehrsstation Bibelöd am 5. August 2005 offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Mit der Eröffnung der Verkehrsstation wurde die Anbindung der Ortsteile in Ruhpolding weiter verbessert. Finanziert wurden die Gesamtkosten der Bahnsteiganlage in Höhe von 182.000 Euro aus Bundes- bzw. Landesmitteln sowie aus Eigenmitteln der Südostbayernbahn. Die Finanzierung der Schnittstellenanlage (Fahrradabstellmöglichkeiten) sowie der Zuwegung zur Verkehrsstation übernahm die örtliche Gemeinde. Darüber hinaus stellte die Gemeinde Ruhpolding Grundstücksteilflächen für den Bau der Anlage kostengünstig zur Verfügung. Und rechtzeitig zum Fahrplanwechsel im Dezember 2005 wurde der frühere Haltepunkt Heiligenstatt (Gemeinde Tüßling) wieder in Betrieb genommen.

Verbesserung der Kundeninformation

Im Jahr 2006 wird der Schwerpunkt auf einer Verbesserung der "Kundeninformation" liegen. Künftig sollen bei Abweichungen im Fahrplan, beim Ausfall von Zügen in Folge von Bauarbeiten oder auch bei möglichen Verspätungen jederzeit aktuelle Informationen zur Verfügung stehen. Dazu wird mit Unterstützung des Freisaates Bayern das Kommunikationsprojekt "DEFAS SOB" (Durchgehendes, Echtzeit, Fahrplanauskunfts- und Anschlusssicherungsystem) eingerichtet.