Filzenexpress von Ebersberg nach Wasserburg fährt bald elektrisch

"Bahn frei" für die Elektrifizierung der oberbayerischen Schienenstrecke von Ebersberg nach Wasserburg am Inn: Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner und der Infrastrukturgeschäftsleiter der Südostbayernbahn, Christian Kubasch, haben in Ebersberg die Finanzierung für den Streckenausbau festgezurrt und vertraglich vereinbart.

Südostbayernbahn ©
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Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts will das Tochterunternehmen der DB den Fahrdraht über den sogenannten Filzenexpress spannen.

Aigner bezeichnete den Durchbruch für das Elektrifizierungsprojekt als zukunftsweisende Entscheidung für die Landkreise Ebersberg und Rosenheim wie auch für den Großraum München. "Mit dieser Maßnahme setzen wir ein konkretes Ablaufdatum für einige Dieselverkehre nach München. Das unterstützt die Luftreinhaltung und bringt zudem auch noch Vorteile für das SPNV-Angebot und die Barrierefreiheit", sagte Aigner heute. Die Elektrifizierung des Filzenexpress ist sowohl Bestandteil des "Programms Bahnausbau Region München" als auch der "Bayerischen Elektromobilitäts-Strategie Schiene" - kurz BESS genannt.

Die Ausbauplanungen des Filzenexpress bis zur Baurechtserlangung werden jeweils zur Hälfte vom Freistaat und von der Südostbayernbahn (SOB) getragen. Die SOB geht dabei von einem niedrigen siebenstelligen Betrag aus. Die Realisierung selbst wird aus Mitteln der Länderquote Bayern der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) gestemmt - das sind Bundesmittel für SPNV-Infrastrukturinvestitionen, über deren Verwendung im Freistaat das Bayerische Verkehrsministerium und die DB gemeinsam entscheiden.

"Wir freuen uns als Partner und im Auftrag des Freistaats eine noch bessere und nachhaltige Mobilität bauen zu dürfen", sagte Christian Kubasch.

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